Schulsanitäter besuchen Notaufnahme des Ostalbklinikums

Seit September treffen sich die neuen Schulsanitäter und Schulsanitäterinnen regelmäßig jeden Mittwoch zur Sani-AG. Im ersten halben Jahr stand zunächst ein Erste-Hilfe-Kurs auf dem Programm. Darüber hinaus wurden aber auch viele medizinische Fragen rund um Notsituationen an der Schule besprochen.

Die meisten Patienten sind Schüler mit kleineren Verletzungen oder Erkrankungen, die mit aufmunternden Worten oder einem Pflaster schnell wieder „entlassen“ werden können. Schwere Notfälle hatten die neuen Schulsanitäter und Schulsanitäterinnen glücklicherweise noch nicht. Aber was geschieht mit den Verletzten oder Erkrankten wenn sie ins Krankenhaus müssen? Welche Untersuchungen werden gemacht? Was ist ein EKG? Wie wird ein Gips angelegt? Und warum muss man manchmal so lange warten, bis man dran kommt?

Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten durften sie vergangenen Mittwoch die Zentrale Notaufnahme des Ostalb Klinikums in Aalen besichtigen.

Krankenpfleger Jens Müller empfing die Schüler herzlich und zeigte  ihnen  auf anschauliche Weise den Weg, den ein Patient von der Liegendanfahrt bis hin zum Überwachungsraum durchläuft. Dabei erfuhren sie den Unterschied zwischen inneren und chirurgischen Notfällen, konnten ihren Blutdruck und die Sauerstoffsättigung überprüfen und standen staunend vor dem riesigen CT-Gerät.

Wenn auf dem Schockraumtelefon ein Anruf eingeht, sei es jedes Mal eine ganz besondere Situation: dann handelt es sich um einen schwerwiegenden Notfall, ein sogenanntes „Polytrauma“, eine internistische lebensbedrohliche Erkrankung oder einen Schlaganfall-Patient. Viele verschiedene Ärzte und das Krankenpflegepersonal arbeiten dann gemeinsam mit Anspannung daran, lebensgefährliche Erkrankungen wieder in den Griff zu bekommen.

 

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Das ist auch der Grund, warum es manchmal länger dauern kann: die Notfälle werden nämlich in verschiedene Dringlichkeitsstufen eingeteilt. Je nachdem, wie bedrohlich der Zustand ist, desto schneller werden sie behandelt. In der Zeit, in der wir da waren, ging es zu wie in einem Bienenstock, ständig kamen neue Notfälle rein. Ganz schön schwierig, unter diesen Umständen Ruhe zu bewahren und den Überblick zu behalten. Am Ende war sich die Gruppe einig: dieser Besuch war sehr aufschlussreich und alle die hier arbeiten verdienen größten Respekt! Vielen Dank an Herrn Müller für die interessante Führung.